Grundlagen des Investierens: Wie man Aktien kauft

Aktien spielen eine wichtige Rolle in Ihrem Anlageportfolio, und als Anleger müssen Sie zunächst lernen, wie man Aktien kauft. Zwischen 1926 und 2018 hat ein 100-prozentiges Aktienportfolio laut Vanguard eine durchschnittliche Rendite von 10,1 % pro Jahr erzielt – fast doppelt so viel wie ein reines Anleihenportfolio im gleichen Zeitraum.

Hier ist unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Kauf von Aktien:

Eröffnen Sie ein Konto, um Aktien zu kaufen

Ein Maklerkonto ist der bequemste Ort, um Aktien zu kaufen, aber es ist bei weitem nicht die einzige Option. Wenn Sie sich als praktischer Anleger sehen, der gerne Unternehmen recherchiert und sich über die Märkte informiert, ist ein Online-Brokerkonto eine gute Möglichkeit, um mit dem Aktienkauf zu beginnen.

Online-Broker bieten steuerpflichtige Konten und steuerbegünstigte Konten an. Wenn Sie Aktien kaufen möchten, um Ihren Ruhestand zu finanzieren, sollten Sie ein individuelles Rentenkonto (IRA) in Erwägung ziehen, das Ihnen bestimmte Steuervorteile bietet, wie z. B. das steuerlich aufgeschobene Wachstum Ihrer Investitionen und mögliche Steuergutschriften in Ihrer Steuererklärung. Wenn Sie für einen früheren Zeitpunkt als den Ruhestand investieren möchten – oder wenn Sie Ihr Rentenkonto bereits ausgeschöpft haben -, sollten Sie sich für ein steuerpflichtiges Maklerkonto entscheiden. Diese bieten zwar nicht die Steuervorteile von IRAs, haben aber auch keine Beschränkungen, wie viel Geld Sie einzahlen können oder wann Sie Geld abheben können.

Der Online-Broker Ihrer Wahl könnte Sie auch fragen, ob Sie ein Margin-Konto eröffnen möchten. Bei einem Margin-Konto leiht Ihnen die Maklerfirma Geld für den Kauf von Aktien. Auf diese Weise können erfahrene Anleger mit weniger eigenem Geld mehr Aktien kaufen, was mit zusätzlichen Kosten und einem höheren Risiko verbunden ist.

Pläne für den direkten Aktienkauf

Wenn Sie bereits Aktien identifiziert haben, die Sie kaufen möchten, können Sie einen direkten Aktienkaufplan in Betracht ziehen. Nicht alle börsennotierten Unternehmen nehmen an direkten Aktienkaufplänen teil, aber viele der größten und bekanntesten Unternehmen tun dies, und Sie brauchen kein Maklerkonto, um auf diese Weise Aktien zu kaufen. Allerdings werden Ihnen höchstwahrscheinlich zusätzliche Gebühren in Rechnung gestellt.

Direktkaufpläne werden fast immer von Dritten verwaltet, und nicht von den Unternehmen selbst. Die beiden gängigsten Verwalter von Direktkaufplänen sind ComputerShare und American Stock Transfer & Trust Company (AST). Beide Unternehmen erheben zusätzliche Gebühren für Direktkaufpläne. Im Gegensatz dazu berechnen die meisten Online-Broker keine Provisionen für den Kauf und Verkauf von Aktien.

Beispiel Coca-Cola. Sie können bei ComputerShare für eine Gebühr von 5,00 $ einmalig Coca-Cola-Aktien im Wert von 500 $ kaufen oder für eine Gebühr von 2,50 $ mindestens 10 wiederkehrende Käufe im Wert von 50 $ einrichten. In beiden Fällen wird für jede gekaufte Aktie eine Bearbeitungsgebühr von 0,05 $ erhoben. Für die Reinvestition von Dividenden wird eine Gebühr von 5 % des investierten Betrags bis zu einem Höchstbetrag von 5 $ erhoben. ComputerShare rundet Ihre Investition bei Bedarf auf Bruchteile von Aktien auf.

Mit der leichten Verfügbarkeit günstiger oder gebührenfreier Online-Brokerage-Angebote sind viele Direktkaufpläne in Ungnade gefallen. Sie können es Anlegern jedoch ermöglichen, die Aktien eines bestimmten Unternehmens mit einem leichten Preisnachlass zu erwerben, was dazu beitragen kann, die anfallenden Gebühren zu kompensieren. Prüfen Sie sorgfältig die Vorteile einer Investition über einen direkten Aktienkaufplan, bevor Sie Ihren ersten Kauf tätigen.

Full-Service-Brokerage

Full-Service-Broker bieten wohlhabenden Kunden eine breite Palette von Finanzdienstleistungen an, von der Ruhestandsplanung über die Steuerplanung bis hin zur Nachlassplanung. Sie können Ihnen auch beim Kauf von Aktien helfen. Das Problem ist, dass Full-Service-Broker im Vergleich zu Online-Brokern hohe Provisionen verlangen.

Für wohlhabende Privatpersonen, die nicht viel Zeit haben, um ihr kompliziertes Finanzleben im Griff zu behalten, bieten Full-Service-Broker eine besondere Behandlung und ein hohes Maß an Vertrauen. Wenn Sie nur Aktien kaufen wollen, ist ein Direktkaufplan oder ein Online-Brokerage die bessere Wahl.

Robo-Berater

Robo-Advisors sind automatisierte Anlageplattformen, die Ihre finanziellen Ziele, Ihren Anlagezeitplan und Ihre Risikotoleranz bewerten. Wenn Sie sich bei einem Robo-Investor anmelden, stellt die Plattform Ihnen eine Reihe von Fragen, um diese Faktoren zu bewerten, und investiert dann Ihr Geld in ein verwaltetes Portfolio aus börsengehandelten Fonds (ETF), das auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Das Besondere an Robo-Investoren ist jedoch, dass Sie nicht direkt Aktien kaufen, sondern ein Portfolio von ETFs. Bei einigen dieser Fonds handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um börsengehandelte Aktienfonds, wie den SPDR S&P 500 ETF Trust (SPY), der die Wertentwicklung des S&P 500-Aktienindex nachbilden soll. Andere wiederum könnten breit angelegte Rentenfonds sein, wie der Vanguard Total Bond Market ETF (BND), der in festverzinsliche Wertpapiere investiert.

Das macht Robo-Advisors nicht zu einer schlechten Wahl für Ihre Investitionen, vor allem, wenn Sie eher ein unbeteiligter Anleger sind. Bedenken Sie jedoch, dass Robo-Advisors nicht die erste Wahl sind, wenn Sie Aktien kaufen möchten.

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